
Noch Da
Erinnert ihr euch noch an Corona? Für viele ist diese schwere und ungewisse Zeit gefühlt schon ewig her und definitiv in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch viele tausend Menschen schweizweit, welche Corona nicht einfach so wieder vergessen können. Long-Covid und seine teils schweren Folgen waren zu Beginn der Pandemie sehr präsent. Es wurde Forschung betrieben, Betroffene interviewt und spezielle Long-Covid Zentren eingerichtet. Doch wie sieht das heute im Jahr 2026 aus?
Viele Zentren wurden geschlossen. Forschungen werden noch betrieben, doch Informationen darüber zu erhalten ist schwierig. Zusammenfassend kann man sagen, genauso wie die Corona-Zeit sind auch die langzeitgeschädigten Personen, welche bis heute unter den Folgen des Virus leiden, in Vergessenheit geraten. So stellt sich natürlich die Frage, wie kann man die Betroffenen wieder sichtbar machen? Und wie vermittle ich eine so komplexe Krankheit den Menschen, welche nicht betroffen sind? Genau darum geht es in meinem Projekt "Noch Da - Inszenierte Fotografie als Ausdruck des Lebens mit Long Covid."

Ansteckend
Jede erneute Ansteckung, sei es mit COVID oder einer einfachen Grippe kann fatal enden. Lieber davor schützen!
Zuckerwatte im Kopf
Einkaufen, für viele etwas alltägliches. Werden die Reize jedoch zu viel, wird der Kopf schnell schwer und irgendwie Wattig, wie Zuckerwatte


Versteckter Schmerz
„Wie geht es dir?“ „Gut danke“
Die Frage die man als Long Covid Patient irgendwann nicht mehr ehrlich beantworten kann, denn man hat immer Schmerzen und möchte seine Mitmenschen nicht damit belasten, also wahrt man die Maske.
Gefangen
Long-COVID fesselt dich an dein zu Hause. Jegliches verlassen der Wohnung ist mit einem riesigen Kraftaufwand verbunden, also lässt man die Fessel besser wo sie sind und schaut von drinnen zu.


Erschöpft
Nicht einfach nur müde, nein!
Bis in die Knochen so erschöpft, dass alles zur Herausforderung wird und selbst das Bewegen weg vom Sofa zur Qual wird.
Lebendig im Sarg
Wenn das Leben einfach weitergeht, man selbst aber scheinbar nur noch aus seinem Sarg heraus zuschauen kann. Nicht tot aber auch nicht wirklich lebendig.


Coiffeure
Der Besuch beim Coiffure, ein kleiner Augenblick nur für sich selbst. Wenn nicht einmal dass mehr geht, muss die Coiffeuse ins
Wohnzimmer kommen.
Zu schwer
Alltägliche Dinge wie sich eine Tasse Kaffee zu zubereiten werden zur Mammutaufgabe, wortwörtlich.


Reizüberflutet
Wenn der Besuch im Restaurant zur Tortur wird und nur durch die totale Abschottung irgendwie aushaltbar wird.
Kintsugi
Die japanische Kunst etwas zerbrochenes mit goldenem Leim wieder zu reparieren. So wie jeder Long-COVID Betroffene versucht, sein Leben irgendwie wieder neu zusammen zu kitten.

